2019 – Corine Defrance

CNRS und Université de Paris 1-Panthéon-Sorbonne, Sirice

Corine Defrance forscht seit 1995 am Centre national de la recherche scientifique (CNRS) und lehrt an der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne, Sirice. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die deutsche Geschichte im 20. und. 21 Jahrhundert, die deutsch-französischen Beziehungen, der Kalte Krieg in Europa und der Prozess der europäischen Einigung nach dem Zweiten Weltkrieg.

Bekannt ist Defrance unter anderem für ihre Aufarbeitung der deutsch-französischen Beziehungsgeschichte, zu der sie zahlreiche, viel gelesene wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht hat. Einige von diesen, zum Beispiel der von ihr zusammen mit Ulrich Pfeil verfasste Band "Deutschland und Frankreich 1945-1963. Eine Nachkriegsgeschichte in Europa", gelten als Standardwerke zur historischen Entwicklung des deutsch-französischen Verhältnisses nach dem Zweiten Weltkrieg. In ihren jüngeren Veröffentlichungen hat sich Frau Defrance vor allem Verdienste in der Erforschung transnationaler Versöhnungsprozesse erworben und sich dabei nicht auf die deutsch-französischen Beziehungen beschränkt, sondern eine europäische Perspektive eingenommen.

Corine Defrance untersuchte die Grundlagen französischer Kulturpolitik im besetzten Deutschland 1945-1955 und in diesem Rahmen auch die Universitätsgründung in Mainz sowie den Aufbau des ebenfalls hier ansässigen Instituts für Europäische Geschichte (IEG). Auch in späteren Forschungen wandte Defrance sich wiederholt der Mainzer Universitätsgeschichte zu, wertete Quellen im Universitätsarchiv aus und arbeitete eng mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der JGU zusammen.


(v.l.) JGU-Vizepräsident Stefan Müller-Stach, Corine Defrance, GFK-Direktor Thomas Hieke (Foto: Stefan F. Sämmer)